Geniesst es und bleibt vorallem gesund - schaut auf/zu Euch! Und immer schön locker und geschmeidig bleiben:-)
Montag, 31. Dezember 2012
Horrido und Prosit auf ein neues, gesundes und erlebnisreiches 2013!
Allen Freunden, Bekannten, Lesern und Followern wünschen wir auf diesem Weg ein tolles, neues Jahr!
Geniesst es und bleibt vorallem gesund - schaut auf/zu Euch! Und immer schön locker und geschmeidig bleiben:-)
Geniesst es und bleibt vorallem gesund - schaut auf/zu Euch! Und immer schön locker und geschmeidig bleiben:-)
Montag, 19. November 2012
Couragiert
Vani hat am Samstag wieder einmal ihren terrieristischen Jagdverstand unter Beweis gestellt:-) Anhaltend hat sie einen weidwunden Frischlingskeiler im Treiben gestellt und so lange gestellt, bis wir zu Hilfe kamen und dem Keiler den Fangschuss anbringen konnten.
Donnerstag, 15. November 2012
Vom Stöbern und krankem Wild
Am letzten Weekend hat Vani mal wieder eine einwandfreie Stöberleistung erbracht; zwar lief sie ohne GPS, weil es mir ob dem grossen Sauenvorkommen in dem Revier wichtiger war, dass sie die Weste trug (die Weste hat noch keine Tasche für den Tracker eingebaut, das ging irgendwie vergessen bei der letzten Reparatur bei Walter Müller). Doch durch die Rückmeldung von einzelnen Schützen, die Weidmannsheil hatten, weiss ich, dass sie die entsprechenden Sauen am Laufen hielt, als die Rotten von den Hunden gesprengt wurden. Und somit war sie ebenfalls beteiligt beim Sprengen der Rotten.
So ist sie bei unserem lieben Freund Michael mit einem Frischling vorbeigekommen, den Michael dann gleich zum Bleiben überreden konnte. Dem Jagdkönig brachte sie gleich alle 3 Sauen, wie er sagte "in moderatem Tempo trollten sie eine um die andere passend für mich über die Schneise." Ein anderer Schütze teilte mir dann noch mit, dass ein Schütze, welcher auf der Gegenseite stand, einen Fuchs für ihn sichtig im Hochwald beschoss, dieser aber nicht im Feuer lag. Kurz darauf, käme dieser Terrier mit der pinken Weste mit der Glocke hinten und es hätte einen mordsmässigen Kampf gegeben, er hätte es nur gehört und ihm stünden die Haare zu Berge ob der Töne. Schauderhaft. Der Fuchs wurde am Ende des Treibens verendet aufgefunden. Die Spuren an Hals sprachen eine eindeutige Sprache.
Ich kann mir vorstellen, dass es sich befremdlich anhören mag, dass ein Jagdhund im Treiben ein angeschweisstes Tier abwürgt. Dennoch erwarte ich genau das als Jägerin von meinem Jagdhund, der zum Stöbern auf Schalenwild - in dem Fall natürlich auch Raubwild - eingesetzt wird. Wird ein krankes Stück im Treiben gestellt und von den Hunden sogar gehalten - im Falle von Schwarzwild, welches ein Hund nicht abwürgen kann - dann bedeutet das, dass so eine unter Umständen langwierige Nachsuche gar nicht erst entsteht und dass das Stück schneller vom Leiden erlöst wird. Wird ein Stück von den Hunden gehalten, dann kann der Durchgehschütze/Hundeführer das Stück im Treiben abfangen oder den Fangschuss antragen. Es ist wichtig, dass krankes Wild gestellt und nicht durch hütende Jagdhunde weiter am Laufen gehalten wird.
Nichtsdestotrotz - ein fahler Beigeschmack bleibt - die Verantwortung für den Schuss liegt beim Schützen und ja, es würde manchem gut stehen, das flüchtig schiessen vermehrt und intensiver zu üben und nur schon eine entsprechende Fluchtvisierung auf der Büchse zu haben.... Immerhin geht der Schuss auf ein lebendes Tier und immer noch steht an erster Stelle überhaupt, dass der erste Schuss zählen und somit tödlich sein muss!
So ist sie bei unserem lieben Freund Michael mit einem Frischling vorbeigekommen, den Michael dann gleich zum Bleiben überreden konnte. Dem Jagdkönig brachte sie gleich alle 3 Sauen, wie er sagte "in moderatem Tempo trollten sie eine um die andere passend für mich über die Schneise." Ein anderer Schütze teilte mir dann noch mit, dass ein Schütze, welcher auf der Gegenseite stand, einen Fuchs für ihn sichtig im Hochwald beschoss, dieser aber nicht im Feuer lag. Kurz darauf, käme dieser Terrier mit der pinken Weste mit der Glocke hinten und es hätte einen mordsmässigen Kampf gegeben, er hätte es nur gehört und ihm stünden die Haare zu Berge ob der Töne. Schauderhaft. Der Fuchs wurde am Ende des Treibens verendet aufgefunden. Die Spuren an Hals sprachen eine eindeutige Sprache.
Ich kann mir vorstellen, dass es sich befremdlich anhören mag, dass ein Jagdhund im Treiben ein angeschweisstes Tier abwürgt. Dennoch erwarte ich genau das als Jägerin von meinem Jagdhund, der zum Stöbern auf Schalenwild - in dem Fall natürlich auch Raubwild - eingesetzt wird. Wird ein krankes Stück im Treiben gestellt und von den Hunden sogar gehalten - im Falle von Schwarzwild, welches ein Hund nicht abwürgen kann - dann bedeutet das, dass so eine unter Umständen langwierige Nachsuche gar nicht erst entsteht und dass das Stück schneller vom Leiden erlöst wird. Wird ein Stück von den Hunden gehalten, dann kann der Durchgehschütze/Hundeführer das Stück im Treiben abfangen oder den Fangschuss antragen. Es ist wichtig, dass krankes Wild gestellt und nicht durch hütende Jagdhunde weiter am Laufen gehalten wird.
Nichtsdestotrotz - ein fahler Beigeschmack bleibt - die Verantwortung für den Schuss liegt beim Schützen und ja, es würde manchem gut stehen, das flüchtig schiessen vermehrt und intensiver zu üben und nur schon eine entsprechende Fluchtvisierung auf der Büchse zu haben.... Immerhin geht der Schuss auf ein lebendes Tier und immer noch steht an erster Stelle überhaupt, dass der erste Schuss zählen und somit tödlich sein muss!
Donnerstag, 8. November 2012
Hurra, Bewegungsjagdzeit!
Herbstzeit = Erntezeit; eindeutig Vani's Lieblingsjahreszeit. Mit tiefer Nase Brombeerhecken und -ranken absuchen und das Wild beharrlich rausdrücken, Buchen- und Eschenrauschen akribisch durchstöbern und das Wild auf den Läufen halten und breite, fast unbegehbare Schwarzdornverhaue durchsuchen und den Sauen auf die Schwarte rücken. Ja - das ist Vani's Zeit.
Neu läuft Havanna mit einem GPS Tracker, um mal genauer sehen zu können, wie sie arbeitet und ihr auch in Notsituationen - z.B. Stellen eines kranken Stückes - zu Hilfe kommen zu können.
Die Auswertung der letzten Jagd im Heimrevier zeigt eine astreine, ausgiebige Stöberleistung der Kleinen. Insgesamt 13km hat sie während 2 Treiben zurückgelegt und die Waldstücke dabei von links nach rechts gedreht. Wenn ich rausgefunden habe, wie ich die Auswertung runterladen kann, stelle ich sie hier ein. Sehr aufschlussreich und so bekommt der Hundeführer schonungslos aufgezeigt, was der Hund wirklich leistet.
Neu läuft Havanna mit einem GPS Tracker, um mal genauer sehen zu können, wie sie arbeitet und ihr auch in Notsituationen - z.B. Stellen eines kranken Stückes - zu Hilfe kommen zu können.
Die Auswertung der letzten Jagd im Heimrevier zeigt eine astreine, ausgiebige Stöberleistung der Kleinen. Insgesamt 13km hat sie während 2 Treiben zurückgelegt und die Waldstücke dabei von links nach rechts gedreht. Wenn ich rausgefunden habe, wie ich die Auswertung runterladen kann, stelle ich sie hier ein. Sehr aufschlussreich und so bekommt der Hundeführer schonungslos aufgezeigt, was der Hund wirklich leistet.
Dienstag, 16. Oktober 2012
Über die Grenzen
Nach einer Woche Unterbruch, reisten wir am Sonntag der 2. Septemberwoche, dann bei unseren anderen Freunden in Davos an.
Ich marschierte jeden Morgen um 5.00 Uhr los, rauf in die Berge und gewöhnte mich langsam an das viele Gewicht auf dem Rücken. Ich dankte Gott - oder wem auch immer- einmal mehr für die Erfindung von Merino-Funktionsshirts und -Pullover, da die Aufstiege wirklich sehr schweisstreibend und intensiv waren. Doch ich wurde immer belohnt mit wunderschönen Anblicken, entweder von Gämsen - die mich leider im Anblick hatten, bevor ich sie sah - blöder Fehler, der mir noch ein paarmal unterlief oder dann von Birkhähnen, die erst dann geräuschvoll zu Tal abzischten, als ich direkt unter dem Baum stand. Ich erschrak jedesmal heftig, ein ungewohntes Geräusch! Aber herrlich, dieses majestätische Weggleiten. Dann überraschte mich mal ein Hirsch auf einem Wechsel hinter mir; ich hörte den wirklich erst, als er fast 10m hinter mir stand und wegen meiner Kopfbewegung erst in wildeste Flucht verfiel. Oder dann der Hirsch-Spiesser, den ich erst als grossen Rehbock angesprochen hatte und bis ich dann checkte, dass es ein "guter" Spiesser wäre, war er natürlich schon wieder verschwunden. Wie geht das - mit leeren Händen, aber nie mit leerem Herzen von der Jagd zurückgekehrt....:-)
Dann versuchte ich es in einem Tobel auf einen dort bekannten Gamsbock - zwar wieder ein "Waldbock" aber langsam ging mir gegen Ende der ersten Woche die Energie aus. Es ist einfach zweifellos brutal anstrengend und mir gings merklich an die Substanz!
Ich robbte also grad vorsichtig über die Kante des wirklich enorm steilen Tobels und wollte mich grad hinter einen Stein plumpsen lassen, als es von der gegenüberliegenden Seite pfiff. Ja was zur Hölle...! Natürlich hatte mich ein Gamsbock bereits gesichtet und warnte schonmal seine Kollegen. Auf ca. 100m flüchtete er steil die Halde runter, diese Sprünge, diese Perfektion, was für eine Anmut, was für eine Kraft. Dann verhoffte er. Ich nahm das Glas rauf; Bock?? So sicher bin ich ja nicht beim Gamswild. Ja, deutlich konnte ich den Pinsel erkennen, auch die Krucken liessen keine Fragen offen. Ich schätzte ihn auf ca. 6jährig, seine Decke war schon schwarz eingefärbt, er war wunderschön anzusehen. Stolz stand er da und starrte zu mir hinauf. Ich konnte mich einfach nicht rühren. Still sass ich da, schaute ihn einfach an. Und er mich. Was war das für eine Distanz; ich schätzte mal so an die 200m. Schiessen? Von den Knien? Für Hinlegen wars zu spät...ich überlegte.... Der Bock tat derweil so, als würde er wiederkäuen und legte sich ins Lager. Ausgeklügelte Strategie, das! Sein Blick aber stets zu mir. Lange lag er so da. Er wollte so erreichen, dass ich mich bewegte, denn er konnte mich doch nicht ganz als "Total-Feind" einschätzen....
Dann wurde es ihm wohl zu doof. Doch kein Feind und nur einfach ein überlüssiger Eindringling? Er sprang auf, streckte sich genüsslich, drehte sich elegant um und sprang anmutig weiter bergab. Ich sass da. Mit klopfendem Herzen. Während eine Stimme im Unterbewusstsein rief "Weichei, Weichei, warum hast du ihn nicht erlegt!", aber die Stimme im Herzen, die wusste schon wieso....
Am nächsten Morgen - ich war bereits wieder im steilen Aufstieg - bekam ich eine SMS von einem anderen Paar, mit welchem wir gut befreundet sind. Sie sind Gamsjäger par excellence. Ob ich Lust hätte, sie auf ihrer Seite auf Gamsjagd zu begleiten! Was für eine Ehre! Aber sicher! Nur - ich stand ganz an einem anderen Eck als sie. Also - weiter rauf, über die Waldgrenze hinaus, dann all die steilen Tobel queren, oben angekommen die Fläche bis zum Chüehberg laufen, diesen queren und runter zu ihrer Hütte stechen. Das alles dauerte inklusive Aufstieg ja schon gute 4 Stunden. Meine Füsse waren mittlerweile von der ganzen Woche schon voller Blasen. Bei Cathi wurde ich erstmal mit Wurst und Kuchen versorgt, viel Wasser und dann auch noch mit neuen Pflastern für die Füsse.
Nach einer Stunde Ausruhen gings dann weiter. Und was für ein Aufstieg. Jeder Schritt tat mir weh, als ich mich die steile Grashalde direkt bergauf - so gewinnen wir am schnellsten Höhenmeter - hinaufschraubte. Der Schweiss lief in Strömen, meine Füsse waren bleischwer. Die Nachmittags-Sonne drückte nur so und die gefütterte Hose klebte an meinen Beinen. Immer wieder musste ich verschnaufen, zu Atem kommen, die Säure in den Waden abklingen lassen. Langsam gings weiter. Ich schaute nicht mehr nach oben, nicht mehr nach unten, konzentrierte mich einfach nur noch darauf, einen Schritt nach dem anderen zu machen und die Tritte sicher zu setzen. Nicht mal mehr die vielen Munggenbauten oder die schrillen Alarmpfiffe ihrer Bewohner liessen mich aufhorchen, ich funktionierte einfach nur noch.
Es war halb geschafft. Ich musste mich hinsetzen, Traubenzucker inhalieren. Wasser trinken. Das schlimmste war geschafft. Rührend wurde ich von Cathi umsorgt, sie wollte mir auch noch meine Waffe zum Tragen abnehmen, nein, nein, die trage ich noch selber, auch wenn ich dabei zusammenbreche und auf den Knien rauf muss.... Cathi grinste mich nur verständnisvoll an. Weiter gings. Auf welche Bergspitze würde es gehen? Egal, ich lief einfach in meinem Tempo, wir querten Geröllhalden - volle Konzentration und guter Bergstock-Einsatz war gefragt, dann wieder Grasnarben, weiter rauf, immer weiter. Das Panorama war zum niederknien.
Bergwelt pur!
Hier stehe ich noch am Mittag des selben Tages und schau da rüber, wo ich dieses Foto oben aufgenommen habe (der Berg rechts am Bildrand, die weissen Schneeflecken ganz zuoberst am Gipfel - dann die Kante von dort weiter runter - dort habe ich auf den Gamsbock gejagt.)
Und dann, nach einer Weile der kurzen Einkehr und des Dankesagens, machten wir uns an den Abstieg zu meinem Gamsbock, der friedlich, wie dahingebettet, in einer Grasnarbe lag, um ihn zu bergen und um ihm nochmals seine letzte Ehre zu erweisen....
Cathi&Beat - auch hier nochmals. Tausend Dank - unbeschreiblich!!!
Ich marschierte jeden Morgen um 5.00 Uhr los, rauf in die Berge und gewöhnte mich langsam an das viele Gewicht auf dem Rücken. Ich dankte Gott - oder wem auch immer- einmal mehr für die Erfindung von Merino-Funktionsshirts und -Pullover, da die Aufstiege wirklich sehr schweisstreibend und intensiv waren. Doch ich wurde immer belohnt mit wunderschönen Anblicken, entweder von Gämsen - die mich leider im Anblick hatten, bevor ich sie sah - blöder Fehler, der mir noch ein paarmal unterlief oder dann von Birkhähnen, die erst dann geräuschvoll zu Tal abzischten, als ich direkt unter dem Baum stand. Ich erschrak jedesmal heftig, ein ungewohntes Geräusch! Aber herrlich, dieses majestätische Weggleiten. Dann überraschte mich mal ein Hirsch auf einem Wechsel hinter mir; ich hörte den wirklich erst, als er fast 10m hinter mir stand und wegen meiner Kopfbewegung erst in wildeste Flucht verfiel. Oder dann der Hirsch-Spiesser, den ich erst als grossen Rehbock angesprochen hatte und bis ich dann checkte, dass es ein "guter" Spiesser wäre, war er natürlich schon wieder verschwunden. Wie geht das - mit leeren Händen, aber nie mit leerem Herzen von der Jagd zurückgekehrt....:-)
Dann versuchte ich es in einem Tobel auf einen dort bekannten Gamsbock - zwar wieder ein "Waldbock" aber langsam ging mir gegen Ende der ersten Woche die Energie aus. Es ist einfach zweifellos brutal anstrengend und mir gings merklich an die Substanz!
Ich robbte also grad vorsichtig über die Kante des wirklich enorm steilen Tobels und wollte mich grad hinter einen Stein plumpsen lassen, als es von der gegenüberliegenden Seite pfiff. Ja was zur Hölle...! Natürlich hatte mich ein Gamsbock bereits gesichtet und warnte schonmal seine Kollegen. Auf ca. 100m flüchtete er steil die Halde runter, diese Sprünge, diese Perfektion, was für eine Anmut, was für eine Kraft. Dann verhoffte er. Ich nahm das Glas rauf; Bock?? So sicher bin ich ja nicht beim Gamswild. Ja, deutlich konnte ich den Pinsel erkennen, auch die Krucken liessen keine Fragen offen. Ich schätzte ihn auf ca. 6jährig, seine Decke war schon schwarz eingefärbt, er war wunderschön anzusehen. Stolz stand er da und starrte zu mir hinauf. Ich konnte mich einfach nicht rühren. Still sass ich da, schaute ihn einfach an. Und er mich. Was war das für eine Distanz; ich schätzte mal so an die 200m. Schiessen? Von den Knien? Für Hinlegen wars zu spät...ich überlegte.... Der Bock tat derweil so, als würde er wiederkäuen und legte sich ins Lager. Ausgeklügelte Strategie, das! Sein Blick aber stets zu mir. Lange lag er so da. Er wollte so erreichen, dass ich mich bewegte, denn er konnte mich doch nicht ganz als "Total-Feind" einschätzen....
Dann wurde es ihm wohl zu doof. Doch kein Feind und nur einfach ein überlüssiger Eindringling? Er sprang auf, streckte sich genüsslich, drehte sich elegant um und sprang anmutig weiter bergab. Ich sass da. Mit klopfendem Herzen. Während eine Stimme im Unterbewusstsein rief "Weichei, Weichei, warum hast du ihn nicht erlegt!", aber die Stimme im Herzen, die wusste schon wieso....
Am nächsten Morgen - ich war bereits wieder im steilen Aufstieg - bekam ich eine SMS von einem anderen Paar, mit welchem wir gut befreundet sind. Sie sind Gamsjäger par excellence. Ob ich Lust hätte, sie auf ihrer Seite auf Gamsjagd zu begleiten! Was für eine Ehre! Aber sicher! Nur - ich stand ganz an einem anderen Eck als sie. Also - weiter rauf, über die Waldgrenze hinaus, dann all die steilen Tobel queren, oben angekommen die Fläche bis zum Chüehberg laufen, diesen queren und runter zu ihrer Hütte stechen. Das alles dauerte inklusive Aufstieg ja schon gute 4 Stunden. Meine Füsse waren mittlerweile von der ganzen Woche schon voller Blasen. Bei Cathi wurde ich erstmal mit Wurst und Kuchen versorgt, viel Wasser und dann auch noch mit neuen Pflastern für die Füsse.
Nach einer Stunde Ausruhen gings dann weiter. Und was für ein Aufstieg. Jeder Schritt tat mir weh, als ich mich die steile Grashalde direkt bergauf - so gewinnen wir am schnellsten Höhenmeter - hinaufschraubte. Der Schweiss lief in Strömen, meine Füsse waren bleischwer. Die Nachmittags-Sonne drückte nur so und die gefütterte Hose klebte an meinen Beinen. Immer wieder musste ich verschnaufen, zu Atem kommen, die Säure in den Waden abklingen lassen. Langsam gings weiter. Ich schaute nicht mehr nach oben, nicht mehr nach unten, konzentrierte mich einfach nur noch darauf, einen Schritt nach dem anderen zu machen und die Tritte sicher zu setzen. Nicht mal mehr die vielen Munggenbauten oder die schrillen Alarmpfiffe ihrer Bewohner liessen mich aufhorchen, ich funktionierte einfach nur noch.
Es war halb geschafft. Ich musste mich hinsetzen, Traubenzucker inhalieren. Wasser trinken. Das schlimmste war geschafft. Rührend wurde ich von Cathi umsorgt, sie wollte mir auch noch meine Waffe zum Tragen abnehmen, nein, nein, die trage ich noch selber, auch wenn ich dabei zusammenbreche und auf den Knien rauf muss.... Cathi grinste mich nur verständnisvoll an. Weiter gings. Auf welche Bergspitze würde es gehen? Egal, ich lief einfach in meinem Tempo, wir querten Geröllhalden - volle Konzentration und guter Bergstock-Einsatz war gefragt, dann wieder Grasnarben, weiter rauf, immer weiter. Das Panorama war zum niederknien.
Bergwelt pur!
Hier stehe ich noch am Mittag des selben Tages und schau da rüber, wo ich dieses Foto oben aufgenommen habe (der Berg rechts am Bildrand, die weissen Schneeflecken ganz zuoberst am Gipfel - dann die Kante von dort weiter runter - dort habe ich auf den Gamsbock gejagt.)
Und ja - dann, endlich oben. Ich hatte es geschafft. Schnell etwas trockenes anziehen, Schicht über Schicht, auf 2500 ü.M. ziehts dann gerne und ich war durchgeschwitzt. Daunenjacke, Windstopper, Kappe - ja so gehts. Warm eingepackt spiegelten wir die schroffen Bergkanten ab. Einen jungen Gamsbock machten wir aus, ca. 3jährig, zu jung, zu gut. Muss nicht sein.
Wir robbten weiter dem Grat entlang, spiegelten vorsichtigst die Wand unter uns ab. Da - ein Gamsbock! Und was für einer! Sogar mir als absolut unerfahrener Gamsjägerin war klar, dass wir hier einen Prachtsbock im Anblick hatten. Doch wie kommen wir an ihn ran. Ganz hinter der Kante rannten wir an ein Eck, von wo wir glaubten, dass es klappen könnte. Tat es aber nicht. Umdisponieren - also wieder zurück - wieder rannten wir hinauf, auf einen anderen Felsvorsprung. Auf dem Bauch robbten wir vorwärts, ja, das könnte hinhauen - vorsichtig legte Beat - Cathis Partner und der für mich weltbeste Gamsjäger - seinen Rucksack als Auflage für mich parat, schraubte an meiner Vergrösserung und sagte - "130m. Wenn er sich dreht, dann schiess!"
In mir wackelte und rumorte alles, ich fand erst keine gute Position, brachte den rechten Ellbogen nicht runter, dann aber endlich nach einigem rumfummeln - was Beat innerlich wohl fast zur Verzweiflung brachte - passte es, ich spannte die R8. Der Bock stand steil unter mir. Halleluja, so habe ich noch nie ein Tier erlegt, bitte, lass es klappen, er soll nicht leiden müssen.... ich konzentrierte mich mit allem was ich noch zur Verfügung hatte, riss mich zusammen um nicht zu wackeln, wartete, bis er sich nochmals leicht drehte, das tat er langsamst.... langsam fuhr ich mit dem Absehen von unten dem Lauf hoch, auf der Höhe des Herzens resp. weiter vorne an der Brust, zog ich langsam den Abzug. Die Welt stand still. Ich atmete langsamst aus und drückte die Hand weiter zu... Die 10.3x60 verliess abermals den Lauf und schlug präzise mit voller Wucht zum tödlichen Treffer ein. Der Gamsbock fiel auf der Stelle um und rutschte noch einige Meter in der steilen Felshalde nach unten. Mich schüttelte es derweil einmal mehr, die Tränen liefen unkontrolliert - Beat schlug mir anerkennend auf die Schulter, Cathi tröstete mich erstmal eine Runde. Ich schöpfte nach Atem, beruhigte mich langsam, die harte Tour an diesem Tag über die Grenzen, dann die Quälereien durch die ganze Woche, die Emotionen und die Trauer über den Tod eines so stolzen, herrlichen Tieres und die Freude über die gelungene Jagd - da kam einfach vieles hoch...
Cathi&Beat - auch hier nochmals. Tausend Dank - unbeschreiblich!!!
Hochjagd im Kanton Graubünden
Zum ersten Mal, nach bestandener Jagdprüfung letztes Jahr, löste ich dieses Jahr das Hochjagd-Patent. Ich war gespannt, was mich erwarten würde - ist die Bergjagd doch so eine ganz andere, als die Revierjagd.
In der ersten Septemberwoche der Bündner Hochjagd, fuhren wir zu unserem guten Freund Robert, der im Valsertal, genauer im Lugnez beheimatet ist. Eine herrliche, wilde Rot- und Gemswildecke. Robert ist ein leidenschaftlicher Rotwildjäger und auch ein sehr erfolgreicher dazu. Ich verabschiedete mich gleich am ersten Jagdtag von der Gruppe und stiess ins Tobel, welches kaum je von Menschen betreten wird, weil es bloss aus Gebirge, Fels und steilen Kanten besteht. Aber Gemsen, ja, die hats da hinten....
Mit Waffe, Rucksack, Schlafsack, Essen, Trinken und sonstigem Kram bewaffnet, begab ich mich also frühmorgens ins Tobel und pirschte möglichst leise - sofern das im Steilhang überhaupt geht - in Richtung Schlucht, zu der Ecke, die weit und tief hinten in der Schlucht liegt und ausser Robert und nun mir, kaum von einem Menschen begangen wird. Nicht ganz ohne Grund...
Bald sah ich auch schon das erste Stück Rotwild hochflüchtig abgehen. Herrlich. Zwischenzeitlich rann mir der Schweiss den Rücken runter, immer wieder musste ich pausieren wegen der schweren und ungewohnten Last auf dem Rücken und dann natürlich auch wegen dieser steilen Passagen. Auf Hirsch- und Gemswechseln - Wege gibts da natürlich keine - pirschte ich weiter. Rauf, runter an Felsnasen vorbeihangeln, bis ich zu einer Geröllschlucht kam, wo ich Gemsen vermutete. Ich richtete mich mal ein und spiegelte sorgfältig ab. Da pfiff es mir bereits um die Ohren. Verflucht!!! Frontal kam eine Jährlingsgeiss auf mich zu, sprang elegant und anmutig über die Felsbrocken und zog von mir weg. Aber hey, immerhin Anblick! Mir klopfte das Herz bis zum Hals. Vorsichtig spiegelte ich die gegenüberliegende Felswand ab. Da ein heller Fleck! Ich visierte den Fleck im Glas an und sah eine Hirschkuh gemütlich im Gras liegen, direkt unter einer steilen Kante. Die lag da friedlich längelang ausgestreckt und schlief den Schlaf der Gerechten. Ich schaute ihr lange zu - so gut es eben auf 180m dann eben ging und freute mich über diesen intimen Einblick in die Wildtierstube. Als ich aufbrach, lag sie noch immer gemütlich da, ich konnte in der Vergrösserung sogar sehen, wie sich ihre Augenlider bewegten und wie ihr immer wieder die Augen zu fielen ob der wohl bleiernden Müdigkeit;-)
Dann kam ich an den Fuss der Schlucht, hoppste sehr elegant *räusper* über den Bach, der ziemlich Wasser führte und musste dies ob der Enge der Schlucht noch ein paarmal wiederholen, wenns kein weiterkommen auf der einen Seite mehr gab. Am Ende waren meine Hanwag komplett nass, die Socken auch und von den Hosen wollen wir mal gar nicht reden.
Endlich war ich an der Felskante angelangt, wo ich gut Einsicht auf die gegenüberliegende Steilwand hatte. Ich zog die nassen Sachen aus, wechselte Hosen und Socken und kroch in den Schlafsack. Man muss sich das also so vorstellen, dass ich auf einem Felsvorsprung hockte/lag, der herrlich von einer grossen Tanne abgegrenzt ist und in die dicken Wurzeln kann man sich prima einkuscheln. Einen Meter weiter hinten geht es 30m die Steilwand runter. So verbrachte ich die Nacht. Aber ich schlief echt prima, so unter freiem Himmel und anfängliche Horrorszenarien habe ich tapfer im Ansatz aus den Gedanken verbannt:-)
Frühmorgens, mir taten alle Glieder weh, wachte ich auf. Und dann begann das Warten auf die Gemsen; würden sie von den Weiden runterkommen und da an der Steilwand gegenüber zum Wasser schöpfen runterziehen?! Dann nach 2 Stunden - immer wieder zog Nebel auf - konnte ich ein Rudel Gemsen ganz oben an der Wand ausmachen. 2 Geissen, 2 Kitze und - eine Jährlingsgeiss! Prima! Die behielt ich im Blick und schickte Stossgebete zu Diana...
...ich wurde erhört, die Geiss kam langsam die Steilwand runter und zog ganz links in eine andere Wand. An schiessen ist da nicht mal zu denken. Aber die erste Klippe wäre geschafft. Sie äste und äste, immer hatte ich sie im Blick. Gegen Mittag zog sie langsam in meine Richtung, aber immer noch weit über 200m und an nicht schiessbarer Stelle. Dann ging sie ins Lager. Ich musste grinsen. Mittlerweile war ich wohl schon leicht irre. Dann tauchte eine zweite Jährlingsgeiss auf, etwas schwächer im Habitus als die Erste, keine Ahnung von woher diese plötzlich kam! Diese zog langsam und sehr bedächtig in meine Richtung, langsam richtete ich mich ein. Nun stand sie auf 150m, ziemlich visavis und naschte mal hier und mal da von den kargen Gräsern und schleckte wohl Salz von den Steinen ab. Sie zog langsam an die Stelle, wo ein Schuss vertretbar ist, erstens, um zum bergen hinzukommen und zweitens, um sie wohlbehalten bergen zu können und nicht um komplett zu zerschellen in den steilen Wänden und dem Geröll. Das Absehen lag auf dem Blatt, ich zog langsam am Abzug....und anstelle von Rummmms machte es Klick!! Ja Herrgott nochmal! Ungerührt zog die Geiss weiter. Ich repetierte die Patrone raus, steckte eine neue Patrone rein. Den Atem unter Kontrolle bringen, warten...jaaa, das passt, Absehen aufs Blatt und....KLICK!!
Ich rastete beinahe aus und war nahe daran, den R8 in die Schlucht zu werfen, repetierte nochmals raus und dann voller Kraft rein und startete Versuch Nr. 3; dann stand sie perfekt, Rotpunkt auf dem Blatt, die Zeit blieb stehen, alles verschwimmt. Ruuuuuummmmms, die 10.3 x 60R verlässt den Lauf und bringt der kleinen Jährlingsgeiss den Tod. Noch als sie fiel, noch als die letzten Zuckungen durch ihren Körper gingen, fing ich an zu schluchzen. Unkontrolliert schüttelte es mich. Ich dankte Diana und auch der kleinen Geiss, deren Leben ich nahm. Still lag sie da. Was bleibt zu sagen; einfach nur Danke. Wieder ein Stückchen demütiger geworden; das lässt sie einen, die Gamsjagd.
So unwirtlich sieht das da aus:-)
Und das ist meine erste Jährlingsgamsgeiss
In der ersten Septemberwoche der Bündner Hochjagd, fuhren wir zu unserem guten Freund Robert, der im Valsertal, genauer im Lugnez beheimatet ist. Eine herrliche, wilde Rot- und Gemswildecke. Robert ist ein leidenschaftlicher Rotwildjäger und auch ein sehr erfolgreicher dazu. Ich verabschiedete mich gleich am ersten Jagdtag von der Gruppe und stiess ins Tobel, welches kaum je von Menschen betreten wird, weil es bloss aus Gebirge, Fels und steilen Kanten besteht. Aber Gemsen, ja, die hats da hinten....
Mit Waffe, Rucksack, Schlafsack, Essen, Trinken und sonstigem Kram bewaffnet, begab ich mich also frühmorgens ins Tobel und pirschte möglichst leise - sofern das im Steilhang überhaupt geht - in Richtung Schlucht, zu der Ecke, die weit und tief hinten in der Schlucht liegt und ausser Robert und nun mir, kaum von einem Menschen begangen wird. Nicht ganz ohne Grund...
Bald sah ich auch schon das erste Stück Rotwild hochflüchtig abgehen. Herrlich. Zwischenzeitlich rann mir der Schweiss den Rücken runter, immer wieder musste ich pausieren wegen der schweren und ungewohnten Last auf dem Rücken und dann natürlich auch wegen dieser steilen Passagen. Auf Hirsch- und Gemswechseln - Wege gibts da natürlich keine - pirschte ich weiter. Rauf, runter an Felsnasen vorbeihangeln, bis ich zu einer Geröllschlucht kam, wo ich Gemsen vermutete. Ich richtete mich mal ein und spiegelte sorgfältig ab. Da pfiff es mir bereits um die Ohren. Verflucht!!! Frontal kam eine Jährlingsgeiss auf mich zu, sprang elegant und anmutig über die Felsbrocken und zog von mir weg. Aber hey, immerhin Anblick! Mir klopfte das Herz bis zum Hals. Vorsichtig spiegelte ich die gegenüberliegende Felswand ab. Da ein heller Fleck! Ich visierte den Fleck im Glas an und sah eine Hirschkuh gemütlich im Gras liegen, direkt unter einer steilen Kante. Die lag da friedlich längelang ausgestreckt und schlief den Schlaf der Gerechten. Ich schaute ihr lange zu - so gut es eben auf 180m dann eben ging und freute mich über diesen intimen Einblick in die Wildtierstube. Als ich aufbrach, lag sie noch immer gemütlich da, ich konnte in der Vergrösserung sogar sehen, wie sich ihre Augenlider bewegten und wie ihr immer wieder die Augen zu fielen ob der wohl bleiernden Müdigkeit;-)
Dann kam ich an den Fuss der Schlucht, hoppste sehr elegant *räusper* über den Bach, der ziemlich Wasser führte und musste dies ob der Enge der Schlucht noch ein paarmal wiederholen, wenns kein weiterkommen auf der einen Seite mehr gab. Am Ende waren meine Hanwag komplett nass, die Socken auch und von den Hosen wollen wir mal gar nicht reden.
Endlich war ich an der Felskante angelangt, wo ich gut Einsicht auf die gegenüberliegende Steilwand hatte. Ich zog die nassen Sachen aus, wechselte Hosen und Socken und kroch in den Schlafsack. Man muss sich das also so vorstellen, dass ich auf einem Felsvorsprung hockte/lag, der herrlich von einer grossen Tanne abgegrenzt ist und in die dicken Wurzeln kann man sich prima einkuscheln. Einen Meter weiter hinten geht es 30m die Steilwand runter. So verbrachte ich die Nacht. Aber ich schlief echt prima, so unter freiem Himmel und anfängliche Horrorszenarien habe ich tapfer im Ansatz aus den Gedanken verbannt:-)
Frühmorgens, mir taten alle Glieder weh, wachte ich auf. Und dann begann das Warten auf die Gemsen; würden sie von den Weiden runterkommen und da an der Steilwand gegenüber zum Wasser schöpfen runterziehen?! Dann nach 2 Stunden - immer wieder zog Nebel auf - konnte ich ein Rudel Gemsen ganz oben an der Wand ausmachen. 2 Geissen, 2 Kitze und - eine Jährlingsgeiss! Prima! Die behielt ich im Blick und schickte Stossgebete zu Diana...
...ich wurde erhört, die Geiss kam langsam die Steilwand runter und zog ganz links in eine andere Wand. An schiessen ist da nicht mal zu denken. Aber die erste Klippe wäre geschafft. Sie äste und äste, immer hatte ich sie im Blick. Gegen Mittag zog sie langsam in meine Richtung, aber immer noch weit über 200m und an nicht schiessbarer Stelle. Dann ging sie ins Lager. Ich musste grinsen. Mittlerweile war ich wohl schon leicht irre. Dann tauchte eine zweite Jährlingsgeiss auf, etwas schwächer im Habitus als die Erste, keine Ahnung von woher diese plötzlich kam! Diese zog langsam und sehr bedächtig in meine Richtung, langsam richtete ich mich ein. Nun stand sie auf 150m, ziemlich visavis und naschte mal hier und mal da von den kargen Gräsern und schleckte wohl Salz von den Steinen ab. Sie zog langsam an die Stelle, wo ein Schuss vertretbar ist, erstens, um zum bergen hinzukommen und zweitens, um sie wohlbehalten bergen zu können und nicht um komplett zu zerschellen in den steilen Wänden und dem Geröll. Das Absehen lag auf dem Blatt, ich zog langsam am Abzug....und anstelle von Rummmms machte es Klick!! Ja Herrgott nochmal! Ungerührt zog die Geiss weiter. Ich repetierte die Patrone raus, steckte eine neue Patrone rein. Den Atem unter Kontrolle bringen, warten...jaaa, das passt, Absehen aufs Blatt und....KLICK!!
Ich rastete beinahe aus und war nahe daran, den R8 in die Schlucht zu werfen, repetierte nochmals raus und dann voller Kraft rein und startete Versuch Nr. 3; dann stand sie perfekt, Rotpunkt auf dem Blatt, die Zeit blieb stehen, alles verschwimmt. Ruuuuuummmmms, die 10.3 x 60R verlässt den Lauf und bringt der kleinen Jährlingsgeiss den Tod. Noch als sie fiel, noch als die letzten Zuckungen durch ihren Körper gingen, fing ich an zu schluchzen. Unkontrolliert schüttelte es mich. Ich dankte Diana und auch der kleinen Geiss, deren Leben ich nahm. Still lag sie da. Was bleibt zu sagen; einfach nur Danke. Wieder ein Stückchen demütiger geworden; das lässt sie einen, die Gamsjagd.
So unwirtlich sieht das da aus:-)
Und das ist meine erste Jährlingsgamsgeiss
Ein echter Hannoverscher Schweisshund
...ja, das ist dieser Kerl. Mit dem treffsicheren Schmusenamen "Bacio". Ja, zum abknutschen, aber echt.-)
Donnerstag, 23. August 2012
Horrido und Kugelschlag
Am letzten Freitag durfte ich als Gast - so quasi vor der Haustüre im Heimrevier - diesen schwachen Jährlingsbock erlegen. Er wog aufgebrochen grad noch knapp 12kg, hatte Durchfall und war auch sonst nicht in einem wirklich gesunden Zustand.
Er zog bereits um 19.40 Uhr auf die Fläche, ganz rechts von mir. Das bereitete mir echt ein bisschen Kopfzerbrechen und bescherte mir eine Yoga-Übung auf dem kleinen Hochsitz. Ich musste mich nämlich 90 Grad nach rechts drehen resp. setzen, da der Sitz komplett anders ausgerichtet war und dann hatte ich natürlich wieder einen Kampf mit der richtigen Auflage. Vanibär war natürlich - wie gewohnt - auch auf dem Sitz und brauchte ja auch noch ein paar cm Platz hinter meinem Rücken. Ambitiöse Sache:-) Es vergingen dann auch tatsächlich geschlagene 30min. bis ich mir sicher war, einen wirklich guten Schuss antragen zu können. Mein Gezappel die ganze Zeit vergrämte den Rehbock auch überhaupt nicht, im Gegenteil, nach kurzer Zeit stiess auch noch eine junge Rehgeiss dazu. Und als ich dann endlich mal parat war, machte der Veloklub "ich hab keine Ahnung wer" die Schleusen auf und im Minutentakt schossen die Biker auf dem nahe gelegenen Waldweg hin und her. Dann kann ich ja auch nicht schiessen, das gäbe ja wieder ein Theater bei all den Bambistreichlern;-)
Dann endlich passte es....ich atmete ruhig ein, langsam aus...und zog den Abzug leicht nach hinten... Auf den Direktabzug ist Verlass; wie immer erschrak ich ob dem Schuss... daraufhin machte der Bock einen Sprung, drehte ab, hoppste an die Waldkante und war verschwunden.
Weil ich doch ein wenig ein Gebastel vor dem Schuss hatte, wurde ich dann doch sehr unsicher.. die übelsten Gedanken verfolgten mich... Ich harrte 10 lange Minuten auf dem Sitz aus - und baumte dann mit Vanibär auf den Schultern ab. Langsam gingen wir zum Anschuss; an dem ungefähren Anschuss-Ort liess ich Vani vorsuchen, es dauerte auch gar nicht lange, da verharrte sie an einer Stelle. Ich konnte reichlich hellroten Schweiss erkennen, sofort zog Vani an und stürmte in die Dickung. Ich hatte die Schweissleine noch fast zur Hälfte in der Hand, da blieb sie auch schon wieder stehen und schon hörte ich ihr wütendes Bellen und Knurren. Ganz unter dem Dickicht, unter dichtestem Fichtengeäst und -Gestrüpp lag der kleine Rehbock, natürlich bereits verendet. Mann, war ich froh! Still hielt ich noch eine kleine Totenwache und liess alles in Ruhe nochmals Revue passieren. Weidmannsdank4all!
Er zog bereits um 19.40 Uhr auf die Fläche, ganz rechts von mir. Das bereitete mir echt ein bisschen Kopfzerbrechen und bescherte mir eine Yoga-Übung auf dem kleinen Hochsitz. Ich musste mich nämlich 90 Grad nach rechts drehen resp. setzen, da der Sitz komplett anders ausgerichtet war und dann hatte ich natürlich wieder einen Kampf mit der richtigen Auflage. Vanibär war natürlich - wie gewohnt - auch auf dem Sitz und brauchte ja auch noch ein paar cm Platz hinter meinem Rücken. Ambitiöse Sache:-) Es vergingen dann auch tatsächlich geschlagene 30min. bis ich mir sicher war, einen wirklich guten Schuss antragen zu können. Mein Gezappel die ganze Zeit vergrämte den Rehbock auch überhaupt nicht, im Gegenteil, nach kurzer Zeit stiess auch noch eine junge Rehgeiss dazu. Und als ich dann endlich mal parat war, machte der Veloklub "ich hab keine Ahnung wer" die Schleusen auf und im Minutentakt schossen die Biker auf dem nahe gelegenen Waldweg hin und her. Dann kann ich ja auch nicht schiessen, das gäbe ja wieder ein Theater bei all den Bambistreichlern;-)
Dann endlich passte es....ich atmete ruhig ein, langsam aus...und zog den Abzug leicht nach hinten... Auf den Direktabzug ist Verlass; wie immer erschrak ich ob dem Schuss... daraufhin machte der Bock einen Sprung, drehte ab, hoppste an die Waldkante und war verschwunden.
Weil ich doch ein wenig ein Gebastel vor dem Schuss hatte, wurde ich dann doch sehr unsicher.. die übelsten Gedanken verfolgten mich... Ich harrte 10 lange Minuten auf dem Sitz aus - und baumte dann mit Vanibär auf den Schultern ab. Langsam gingen wir zum Anschuss; an dem ungefähren Anschuss-Ort liess ich Vani vorsuchen, es dauerte auch gar nicht lange, da verharrte sie an einer Stelle. Ich konnte reichlich hellroten Schweiss erkennen, sofort zog Vani an und stürmte in die Dickung. Ich hatte die Schweissleine noch fast zur Hälfte in der Hand, da blieb sie auch schon wieder stehen und schon hörte ich ihr wütendes Bellen und Knurren. Ganz unter dem Dickicht, unter dichtestem Fichtengeäst und -Gestrüpp lag der kleine Rehbock, natürlich bereits verendet. Mann, war ich froh! Still hielt ich noch eine kleine Totenwache und liess alles in Ruhe nochmals Revue passieren. Weidmannsdank4all!
Montag, 6. August 2012
Völlig ermattet
...und k.o. flätzt sich Vani dann manchmal hin auf der Kanzel, wenn grad geruchstechnisch nicht so viel los ist; hier kuschelt sie grad mal gemütlich an meinen Schuh. Sozusagen die Spezial-Kopfstütze;-)
Die Aufpasserin...
...Ja, das ist sie. Eine wunderbare Jagdbegleiterin, nichts entgeht ihr, Wild wird zuverlässig angezeigt und sich mucksmäuschenstill verhalten, wenn es auch nah an der Kanzel vorbeizieht. Jetzt mal von Füchsen und Eichhörnchen abgesehen; da entrutscht dem Vanibärchen dann doch schon mal ein winzig kleiner, sehnsüchtiger Fienser...;-)
An dieser Lichtung
,,,hätte ich am Sonntag im Revier eines lieben Freundes, der uns zur Blattjagd eingeladen hatte, einen herrlichen Spiesser erlegen können. Wie gesagt, hätte.
Kurz nachdem ich den Blatter ein paar mal fiepen liess, sprangen auch schon eine Geiss mit einem Kitz aus dem Dickicht, sie schienen es aber sehr eilig zu haben und waren kurz darauf auch schon wieder im Wald verschwunden. Gespannt wartete ich, ob ein Bock den beiden folgen würde. Nach ein paar Minuten dann sprang ein Stück genau da aus dem Wald heraus, wo die beiden vorher verschwunden waren. Ob es die Geiss nun alleine war, die da über die Wiese fegte?! Kurz das Glas rauf. Aha, ein Bock! Spiesser, schwach im Leib, der solls sein. Waffe in Anschlag, noch stand er spitz zu mir. Spannschieber hoch, Vergrösserung auf 10fach geschraubt, das waren doch ein paar Meter! Gespannt wartete ich, den Rotpunkt auf dem Blatt. Ein Schritt, zwei, langsam drehte er sich, stand aber immer noch zu spitz für einen sauberen Schuss. Noch ein Schritt, mein Finger bewegte sich zum Abzug, der Rotpunkt sass am richtigen Ort. Noch ein Schritt... Plötzlich warf er auf und sicherte! Was zur Hölle.... !!??? Nochmals sichern und da hörte ich die Männer auch schon in den Jeeps daherfahren, um mich abzuholen. Der Bock sprang ab, warf sich herum und war Nullkommanix im Dickicht verschwunden. Und ich hockte da, musste grinsen, ein wenig ärgern. Entspannte die Waffe und baumte mit zitternden Knien ab. Ja. so kanns gehen:-)
Kurz nachdem ich den Blatter ein paar mal fiepen liess, sprangen auch schon eine Geiss mit einem Kitz aus dem Dickicht, sie schienen es aber sehr eilig zu haben und waren kurz darauf auch schon wieder im Wald verschwunden. Gespannt wartete ich, ob ein Bock den beiden folgen würde. Nach ein paar Minuten dann sprang ein Stück genau da aus dem Wald heraus, wo die beiden vorher verschwunden waren. Ob es die Geiss nun alleine war, die da über die Wiese fegte?! Kurz das Glas rauf. Aha, ein Bock! Spiesser, schwach im Leib, der solls sein. Waffe in Anschlag, noch stand er spitz zu mir. Spannschieber hoch, Vergrösserung auf 10fach geschraubt, das waren doch ein paar Meter! Gespannt wartete ich, den Rotpunkt auf dem Blatt. Ein Schritt, zwei, langsam drehte er sich, stand aber immer noch zu spitz für einen sauberen Schuss. Noch ein Schritt, mein Finger bewegte sich zum Abzug, der Rotpunkt sass am richtigen Ort. Noch ein Schritt... Plötzlich warf er auf und sicherte! Was zur Hölle.... !!??? Nochmals sichern und da hörte ich die Männer auch schon in den Jeeps daherfahren, um mich abzuholen. Der Bock sprang ab, warf sich herum und war Nullkommanix im Dickicht verschwunden. Und ich hockte da, musste grinsen, ein wenig ärgern. Entspannte die Waffe und baumte mit zitternden Knien ab. Ja. so kanns gehen:-)
Freitag, 27. Juli 2012
Summertime
Wir geniessen die heissen Sommertage - endlich!!! - und haben mal den Hund etwas abkühlen lassen. Mir ist der See also definitiv noch zu kühl, um da einen Schwumm hinzulegen. Tapfer stand ich aber kniehoch im Wasser...*selberlob* :-)
here we go - Vaniminimaus in Action und meine neuen Lieblingsbilders:-)
here we go - Vaniminimaus in Action und meine neuen Lieblingsbilders:-)
Mittwoch, 25. Juli 2012
Ja und wenns dann läuft...
..und einem Diana wirklich hold ist und Andi aufm richtigen Sitz hockt, dann kanns halt dann passieren, dass am Ende Andi Strecke macht und nicht ich, die etwa 300m entfernt von ihm am ansitzen ist und auf eben genau diesen Jährling gehofft hat:-) Nun, es bleibt ja in der Familie und der Bock wurde auf ca. 80m sauber erlegt, flüchtete dann aber doch noch ein paar Meter in den sumpfigen Schilf. Für Vani ein leichtes, die kleine Micro-Suche und als wir vor der Beute standen, hat sie sich auch sehr gefreut. Weidmannsheil meine Lieben.
Sonntag, 8. Juli 2012
Weidmannsheil
Am Freitag Abend hats dann mal wieder geklappt; um ca. halb neun trat ein Bock aus dem gegenüberliegenden Schilf aus, das sind so ca. 160m. Kurz das Glas hoch, ja, bestätigt, es ist ein Bock. Ca. 3-4jährig, nicht speziell stark im Habitus, ok, der solls sein. Mal vorsichtig nach der Waffe zu meiner Linken gegriffen, da musste ich aber in der Bewegung inne halten, der Bock stand nun spitz zu mir und sicherte ausgiebig. Also mal Kopf runter, damit mich nicht noch das weisse Gesicht verrät... Vorsichtig unter der Kappe auf die Wiese gelinst, ok, er äst. Also, Waffe in Anschlag und Bock ins Visier genommen; er stand noch halbspitz zu mir. Machte dann die ersehnten Schritte und stellte sich brettlbreit hin, hoch das Haupt und stolz stand er da. Ich liess fliegen, als der Rotpunkt an der richtigen Stelle sass, was der Bock mit einer schnellen 180 Grad Wendung und einer rasenden Flucht in den Schilf quittierte. Ich hörte das Rauschen des Schilfs, kurz noch, dann war Ruhe... Ich wusste, dass ich gut abgekommen war, Unsicherheit machte sich dann aber doch schleichend breit.
Etwa 20min nach Schuss haben wir Vani am langen Riemen suchen lassen, keine 20m vom Anschuss entfernt, standen wir vor dem bereits verendeten Bock. Die Freude war natürlich riesig:-)
Der Bock wog aufgebrochen mit Haupt 17kg und ist ein ungerader Sechser.
Suchenheil kleine Maus:-)
PS: Auf dem Foto wirkt es so, als würde der Lauf meiner R93 auf Vani zeigen, das ist jedoch nur die etwas unglückliche Perspektive - ausserdem ist die Waffe natürlich unterladen:-)
Etwa 20min nach Schuss haben wir Vani am langen Riemen suchen lassen, keine 20m vom Anschuss entfernt, standen wir vor dem bereits verendeten Bock. Die Freude war natürlich riesig:-)
Der Bock wog aufgebrochen mit Haupt 17kg und ist ein ungerader Sechser.
Suchenheil kleine Maus:-)
PS: Auf dem Foto wirkt es so, als würde der Lauf meiner R93 auf Vani zeigen, das ist jedoch nur die etwas unglückliche Perspektive - ausserdem ist die Waffe natürlich unterladen:-)
Mittwoch, 13. Juni 2012
Das Neue:-)
Ich hab' Objektivtechnisch ein bisschen aufgerüstet und hab dann natürlich gleich mal ein bisschen rumgeknippst. Natürlich musste mein Lieblingsobjekt dafür herhalten:-)
Mittwoch, 6. Juni 2012
Umgerannt:-)
Gestern Abend spaziere ich mit Vani gemütlich auf einem Waldweg, Vani wackelt gemütlich 10m vor mir, als ich plötzlich direkt zu meiner Rechten eine Bewegung ausmache. Da rennt doch tatsächlich ein aufgeschreckter Dachs voll Speed quer über den Weg und rammt dabei von hinten schräg das Vanitier. Das Gesicht hättet ihr sehen sollen!!! Ich hab' mich fast weggeschmissen vor lachen und konnte Vani grad noch dran hindern, hinter Grimbart in die Röhre zu schliefen. Das hätte ja sonst wieder ein mega Theater gegeben, bis ich die wieder draussen gehabt hätte:-)
Echt, also sowas ist mir auch noch nie passiert:-) Ich habe mich herrlich amüsiert und natürlich auch über den Anblick von Meister Grimbart gefreut!
Echt, also sowas ist mir auch noch nie passiert:-) Ich habe mich herrlich amüsiert und natürlich auch über den Anblick von Meister Grimbart gefreut!
Dienstag, 10. April 2012
Afrikapirsch auf über 2000 Höhenmetern
Zwei Tage waren wir mit PH Henk in den Höhen Afrikas unterwegs. Wir wollten auf Eland und Blackwildebeest jagen. Ein ganz andere Landschaft erwartete uns. Nachdem wir kilometerlange Obst- und Holzplantagen passiert hatten, fuhren wir durch unberührte Regenwaldlandschaft. Es hätte mich nicht verwundert, wenn uns ein Elefant gekreuzt hätte. Dann schraubten wir uns immer weiter in die Höhe.
Die Pirsch waren herrlich, auch wenn wir keine Chance hatten, nahe genug ans Wild zu kommen. Durch die offenen Flächen und die wechselnden Windverhältnisse war es fast unmöglich, unbemerkt ranzukommen. Und wenn z.B. Blackwildebeest Witterung bekommen hat, dann sind ihre Fluchten enorm lang, im Nu bringen sie 2-3km zwischen sich und ihren Feinden, uns Menschen. Auch wenn wir keine wirklichen Chancen hatten für einen sicheren, sauberen Schuss so waren es dennoch herrliche Erlebnisse in der rauen, kargen Landschaft, an welche sich das Wild so wunderbar angepasst hat.
Die Bilder zeigen ein Rudel Hartebeest, dann zwei Oribi´s, ein (zu) junger Eland Bulle, eine flüchtende Blackwildebeest-Herde und am Schluss die Aussicht von unserer Unterkunft.
Noch mehr Afrika
Es ist schön, in den Erinnerungen zu schwelgen:-) Und Afrika birgt so schöne Reiseerinnerungen. Hier mal ein paar Fotos rund um die Klipspringer Lodge in Nelspruit, bei Hans & Bigi.
Von Sonnenanbeter-und-Liegestuhl-in-Beschlag-nehmer-Simba über Aussicht aus unserem Bungalow inklusive "Hausgiraffe" Karl, der jeden Morgen an der Auffahrt zu finden war. Karl ist uralt und hat schon fast "Hausrecht".
Montag, 9. April 2012
Krüger Nationalpark
Einen Tag haben wir natürlich auch da verbracht; wir haben viel Wild gesehen. Alles in Allem etwa 800 Impala´s:-) Die Viecher stehen da echt reihenweise an den Strassen und da waren auch ein paar hochkapitale Böcke dabei. Richtig fett gefressen. Raubtiere haben wir keine gesehen; also weder Löwe noch Gepard und Leo schon gar nicht. Eher hat er uns gesehen, als wir ihn:-) Dafür habe ich endlich die famosen Warthogs aus der Nähe sehen können:-)
Und das sind Nina und Simba
Nina (Weimaraner x RR) wurde mit 8 Mten. aus dem Tierheim geholt. Sie besticht durch ihre kompromisslose Wachsamkeit und ihre Souveränität im Umgang mit anderen Hunden und ihren Lieblingsmenschen. Sie wird hauptsächlich zur Nachsuche eingesetzt. Ein absolut toller Hund!

Das ist Simba. Ein Bekannter überliess ihn Hans und Bigi. Später fiel ihnen auf, dass er vorne links vermehrt lahmte und schonte; sie brachten ihn zum Vet. Auf dem Röntgenbild wurde sichtbar, dass Simba seinen Vorderlauf mehrfach gebrochen hatte. Simba wurde wieder zusammengeflickt und ist Hans und Bigi seit da treu ergeben. Er kann Kinder nicht leiden und hasst es, wenn er an den Beinchen berührt wird. Auch bei fremden Frauen ist er vorsichtig. In seinem vorherigen zu Hause gabe es kleine Kinder, es ist zu befürchten, dass er ein paarmal unliebsam angefasst wurde. Er packt sofort zu, wenn es ihm unangenehm wird.
Bald hatte ich sein Vertrauen gewonnen und konnte ihm sogar ein paar Zecken rauspulen. Simba hätte ich am liebsten mitgenommen:-))
Das ist Simba. Ein Bekannter überliess ihn Hans und Bigi. Später fiel ihnen auf, dass er vorne links vermehrt lahmte und schonte; sie brachten ihn zum Vet. Auf dem Röntgenbild wurde sichtbar, dass Simba seinen Vorderlauf mehrfach gebrochen hatte. Simba wurde wieder zusammengeflickt und ist Hans und Bigi seit da treu ergeben. Er kann Kinder nicht leiden und hasst es, wenn er an den Beinchen berührt wird. Auch bei fremden Frauen ist er vorsichtig. In seinem vorherigen zu Hause gabe es kleine Kinder, es ist zu befürchten, dass er ein paarmal unliebsam angefasst wurde. Er packt sofort zu, wenn es ihm unangenehm wird.
Bald hatte ich sein Vertrauen gewonnen und konnte ihm sogar ein paar Zecken rauspulen. Simba hätte ich am liebsten mitgenommen:-))
Auf der Jagd
Auf der Lodge von Andi´s Freunden Hans & Bigi wurden wir fulminant verwöhnt, ihre Hunde Nina (Weimaraner x RR) und Simba (JRT) schlossen wir sofort in unsere Herzen. Sie trösteten uns auch etwas über das Heimweh nach Havanna hinweg; auch wenn sie natürlich nicht wirklich zu ersetzen ist. Aber Hundknuddeln bleibt Hundknuddeln:-)
Auf der zweiten Morgenpirsch - nach einem schweisstreibenden Aufstieg in die bergige Höhe - konnten wir eine Gruppe Paviane ausmachen. Ich konnte dann auf 257m mit meiner .308 Win. einen wirklich schweren Pavian erlegen. Er lag im Knall resp. fiel vom Baum. Den Schuss hörte er nicht mehr. Später konnte ich noch einen reifen Impala Bock erlegen, die Tiere sind rund um die Lodge herum sehr vertraut und Hans benötigte Fleisch für die Küche.
Ich tat mich echt schwer damit. Aber es ist ehrliche Fleischbeschaffung. Nicht Dritte, Unbekannte erledigen das "schmutzige Geschäft" und ich esse dann am Ende das Fleisch, ohne mir Gedanken machen zu müssen, was da vor mir liegt. Nein, die Verantwortung lag bei mir, ich suchte aus, ich trug den tödlichen Schuss an und wir haben das Tier geborgen und versorgt.
Täglich werden Abertausende von Nutztieren geschlachtet, manche, ohne je einmal in ihrem Leben Tageslicht gesehen oder in der Erde gewühlt zu haben. Das Impala lebte 8 Jahre beschützt und doch frei auf der Lodge von Hans, es konnte sich frei bewegen - freier, als manche Menschen in Südafrika, wo doch alles eingezäunt und verschlossen ist....
Auf der zweiten Morgenpirsch - nach einem schweisstreibenden Aufstieg in die bergige Höhe - konnten wir eine Gruppe Paviane ausmachen. Ich konnte dann auf 257m mit meiner .308 Win. einen wirklich schweren Pavian erlegen. Er lag im Knall resp. fiel vom Baum. Den Schuss hörte er nicht mehr. Später konnte ich noch einen reifen Impala Bock erlegen, die Tiere sind rund um die Lodge herum sehr vertraut und Hans benötigte Fleisch für die Küche.
Ich tat mich echt schwer damit. Aber es ist ehrliche Fleischbeschaffung. Nicht Dritte, Unbekannte erledigen das "schmutzige Geschäft" und ich esse dann am Ende das Fleisch, ohne mir Gedanken machen zu müssen, was da vor mir liegt. Nein, die Verantwortung lag bei mir, ich suchte aus, ich trug den tödlichen Schuss an und wir haben das Tier geborgen und versorgt.
Täglich werden Abertausende von Nutztieren geschlachtet, manche, ohne je einmal in ihrem Leben Tageslicht gesehen oder in der Erde gewühlt zu haben. Das Impala lebte 8 Jahre beschützt und doch frei auf der Lodge von Hans, es konnte sich frei bewegen - freier, als manche Menschen in Südafrika, wo doch alles eingezäunt und verschlossen ist....
Südafrika
Donnerstag, 22. März 2012
Wildunfall
Auch bei einem angefahrenen Eichhörnchen wird natürlich ausgerückt und dieses erlöst und geborgen. Weil ich es nicht einfach in der Kadaverstelle entsorgen wollte, liess ich Havanna damit einige Schleppen arbeiten. Hat sie fein gemacht. Das Hörnchen liegt nun bei uns in der Hundefleisch-/Rehdecken- und Sauschwarten-Tiefkühltruhe und kommt so wenigstens noch für die Jagdhundearbeit zum Einsatz.


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