Donnerstag, 15. November 2012

Vom Stöbern und krankem Wild

Am letzten Weekend hat Vani mal wieder eine einwandfreie Stöberleistung erbracht; zwar lief sie ohne GPS, weil es mir ob dem grossen Sauenvorkommen in dem Revier wichtiger war, dass sie die Weste trug (die Weste hat noch keine Tasche für den Tracker eingebaut, das ging irgendwie vergessen bei der letzten Reparatur bei Walter Müller). Doch durch die Rückmeldung von einzelnen Schützen, die Weidmannsheil hatten, weiss ich, dass sie die entsprechenden Sauen am Laufen hielt, als die Rotten von den Hunden gesprengt wurden. Und somit war sie ebenfalls beteiligt beim Sprengen der Rotten.

So ist sie bei unserem lieben Freund Michael mit einem Frischling vorbeigekommen, den Michael dann gleich zum Bleiben überreden konnte. Dem Jagdkönig brachte sie gleich alle 3 Sauen, wie er sagte "in moderatem Tempo trollten sie eine um die andere passend für mich über die Schneise." Ein anderer Schütze teilte mir dann noch mit, dass ein Schütze, welcher auf der Gegenseite stand, einen Fuchs für ihn sichtig im Hochwald beschoss, dieser aber nicht im Feuer lag. Kurz darauf, käme dieser Terrier mit der pinken Weste mit der Glocke hinten und es hätte einen mordsmässigen Kampf gegeben, er hätte es nur gehört und ihm stünden die Haare zu Berge ob der Töne. Schauderhaft. Der Fuchs wurde am Ende des Treibens verendet aufgefunden. Die Spuren an Hals sprachen eine eindeutige Sprache.

Ich kann mir vorstellen, dass es sich befremdlich anhören mag, dass ein Jagdhund im Treiben ein angeschweisstes Tier abwürgt. Dennoch erwarte ich genau das als Jägerin von meinem Jagdhund, der zum Stöbern auf Schalenwild - in dem Fall natürlich auch Raubwild - eingesetzt wird. Wird ein krankes Stück im Treiben gestellt und von den Hunden sogar gehalten - im Falle von Schwarzwild, welches ein Hund nicht abwürgen kann - dann bedeutet das, dass so eine unter Umständen langwierige Nachsuche gar nicht erst entsteht und dass das Stück schneller vom Leiden erlöst wird. Wird ein Stück von den Hunden gehalten, dann kann der Durchgehschütze/Hundeführer das Stück im Treiben abfangen oder den Fangschuss antragen. Es ist wichtig, dass krankes Wild gestellt und nicht durch hütende Jagdhunde weiter am Laufen gehalten wird.

Nichtsdestotrotz - ein fahler Beigeschmack bleibt - die Verantwortung für den Schuss liegt beim Schützen und ja, es würde manchem gut stehen, das flüchtig schiessen vermehrt und intensiver zu üben und nur schon eine entsprechende Fluchtvisierung auf der Büchse zu haben.... Immerhin geht der Schuss auf ein lebendes Tier und immer noch steht an erster Stelle überhaupt, dass der erste Schuss zählen und somit tödlich sein muss!

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