Schön wars, auf der Damenjagd. Viele nette Jägerinnen getroffen, gute Gespräche geführt, kulinarisch verwöhnt worden - nochmals vielen Dank an Rene, Conny und Barbara sowie Andrin für den Treibereinsatz sowie an die einladende JG - und gejagt haben wir dann auch noch. Eine Schützin hatte gleich doppeltes Weidmannsheil, sie konnte einen Bock und ein Schmalreh erlegen. Havanna fand dann, dass sie lieber mit dem Auto zur Hütte zurückfahren und vorher noch die beiden Stücke in die Kühlung bringen möchte (so ein Terrier muss natürlich aufpassen, dass die Beute nicht verloren geht) anstelle zu mir zurück zum Stand zu kehren *seufz*. Ich schwitzte derweil Blut und Wasser, weil die Hauptstrasse nicht wirklich weit vom bejagten Waldstück weg war und malte mir schon die schlimmsten Szenen aus. Der erlösende Anruf, dass Havanna im Auto mit und alles in Ordnung wäre, liess Minimum die hohe Tatra von meinem Herzen fallen. Pustekuchen!
Die anderen Schützinnen meldeten gute Arbeit von meiner Hündin. Sie habe einen Hasen an 3 Schützinnen vorbeigebracht, der aber unbeschossen das Weite suchen konnte. Ebenso der Fuchs, den sie im Nachmittagstreiben aufmachte - für den Pächter war die Distanz einfach zu weit für einen sicheren Schrotschuss. Ein Kitz konnte noch erlegt werden, Vani war auch da mitbeteiligt, sie band das Kitz indem sie es an der Drossel hielt.
Am Ende des Tages war Havanna rechtschaffen müde und wollte nur noch schlafen; schnell kontrolliert, ob keine Blessuren oder Schnittwunden vorliegen, dann Hund abgetrocknet und das Lieblingsfressen parat gemacht; Vani war so fertig, dass sie erst nur ein paar Bissen nahm, bei der Heimfahrt dann aber in der Hundebox den Rest frass.
Ich bin sehr zufrieden mit Vani; normalerweise gehe ich mit ihr durch mit den Treibern und sie kann so schön bogenrein und kurz um uns herum jagen und das Wild auf die Läufe resp. vor die Schützen bringen. Wenn sie vom Stand geschnallt wird, muss sie das Wild selber aufspüren und sich dazu natürlich weiter von mir entfernen; damit tat sie sich in den ersten Jagdjahren noch etwas schwerer. Gestern aber zeigte sie eine weite und anhaltende Suche, das gefällt mir!
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