Montag, 25. Februar 2013

Vaniminimaus und ihre OP

Leider musste Vanibärchen anfangs Februar unters Messer. Schon Wochen vorher war mir ein kleiner Knubbel an der hintersten Zitze aufgefallen. Diesen hab' ich dann unter Argusaugen-Beobachtung gehalten und als mir auffiel, dass er sich minimal vergrössert hatte, packte ich den Vanibär ein und fuhr ab zum TA mit ihr. Die taffe Diagnose: Mammakarzinom! Ich stand erstmal wie erschlagen da. Das Teil muss sofort raus, als gleich für den nächsten Morgen einen Termin anberaumt und dann das Ganze erstmal verdaut. Wenn  man mit dem Begriff "Mammakarzinom" Tante Google anschmeisst, dann wird einem spätestens nach 10 min. aufmerksamen Lesen speiübel. Also setzte ich auf bewährte andere Meinungen, wie z.B. die meiner Homöopathin, die Vanibärchen schon seit Jahren alternativmedizinisch begleitet.

Sie riet mir auch sofort, Vanibärchen kastrieren zu lassen inkl. Entfernung der Gebärmutter. Zwar besagen neue Studien, dass bei älteren Hündinnen eine späte Kastration keinen Einfluss auf die Entstehung weiterer Tumore / Adenome haben würden, aber ich folgte dem Rat von Frau Keller sowie demjenigen meines TA.

So brachte ich Vani am 5. Februar frühmorgens zum TA. Wie immer freute sich die einen Wolf, weil es in der Praxis immer so gut nach Katzen riecht. Und wir kennen ja Vani's besondere Vorliebe für die Stubentiger;-) Vani war dann auch so aufgeregt, dass die Beruhigungsspritze erst nach ca. 20min ihre volle Wirkung entfaltete, andere Hunde müssten bei der Dosis schon nach 5min. ins Behandlungszimmer getragen werden. Aber nicht so die kleine Terriene! Auf ihren eigenen 4 Füssen trappelte sie wieder ins Behandlungszimmer; irgendwann gaben die Läufe dann aber doch nach und sie sank zusammen. Venenkatheter gesetzt und Narkosemittel rein. Wenige Sekunden später war sie im Tiefschlaf und ich musste mich in die Warteschleife begeben.

Bei einem crémigen und heissen Soja-Chai-Latte und unterstützt durch liebe SMS von meinen Freunden wartete ich ungeduldig und besorgt. Dann der Telefonanruf; alles perfekt gelaufen, alles nach Plan, der Tumor würde nun gemäss meinem Wunsch in die Histologie geschickt zwecks Befund. Vani sei schon am aufwachen und ich könnte sie abholen. Gross die Freude dann beim Hund und bei mir; sie wackelte mir schon tapfer entgegen und mir stockte erst mal der Atem ob der riesiggrossen Naht an ihrem Bauch!

Vani wurde erstmal in einen dicken Hundemantel eingepackt und dann gings ab nach Hause auf die Couch. Nach anfänglichen Piensern entspannte sie sich zusehends und gegen Abend starteten wir dann noch einen Tabletten-in-den-Hund-reinbekomm-Versuch, der leider vorerst scheiterte. Am nächsten Tag dann ein bisschen Nassfutter und so ging es dann stetig aufwärts.

Der Befund aus der Histo zeigte einen gemischtzelligen Tumor (komplexes Adenom) welches komplett entfernt werden konnte; gemäss Pathologie sei die Prognose sehr günstig! Ja, darüber freuen wir uns sehr!!

Und heute? Vanibärchen ist schon wieder fast die Alte, die Fäden wurden 10 Tage nach der OP gezogen und Vani wird weiterhin hom. unterstützt im Genesungsprozess. Zwischendurch scheint sie noch von der Naht innen her Schmerzen zu haben, sie hechelt dann ganz stark, aber meine Hand auf ihrem Bauch scheint sie zu entspannen.



Grossen Dank auch hier noch einmal an Frau Dr. Bettina Keller in Uster und natürlich auch ans ganze Team Dr. P. Stöcklin der Andreaspark Tierärzte in Zürich.


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