Mittwoch, 21. Juli 2010

Ohne Schweiss kein Preis



So lautete das Motto auf der Kunstfährte für Havanna. Um up to date und im Schuss zu bleiben, trete ich regelmässig mit Rehwildschalen, welche in einem Fährtenschuh eingespannt sind, eine künstliche Fährte. Diese wird nach unterschiedlich langer Stehzeit - mindestens aber Übernacht - und unterschiedlicher Länge von dem Gespann (also Hund und Führer) ausgearbeitet.




















Auf der Kunstfährte kann überprüft werden, wie der Hund auf der Fährte arbeitet. Verleitungen von Wild, welches während der Nacht über die Fährte gezogen ist, sind natürlich extremst attraktiv. Hier muss dem Vierläufer klar vermittelt werden, dass nur die Kunstfährte zielführend ist, der Führer seinerseits muss lernen zu erkennen, wann der Hund auf der richtigen und wann er auf der falschen Fährte ist und u.U. entsprechend korrigieren. Die Korrekturen sollten mit Mass erfolgen; hier reagiert jeder Vierläufer anderst. Das Motto bei der Schweissarbeit sollte daher stets "Vertrau´ deinem Hund" heissen:-))

Unsere Schweissfährte war somit ca. 800 lang und hatte eine Stehzeit von 14 Stunden; das Gelände war unterschiedlich - von dichtem Laubwald über Nadelwald bis zur kniehohen Biowiese war alles vorhanden.

Havanna arbeitete sich in gewohnt ruhiger Manier über alle Ecken und Kanten der Fährte und ich war mehr als zufrieden mit ihrer Arbeit! Am Ende angelangt, folgte auch das nächste Ritual; nämlich das ausspannen der Rehläufe aus dem Fährtenschuh. Der Rehlauf wird dem Hund gereicht und zusammen wird die gefundene Beute zurück zum Beginn (=Anschuss) getragen. So verknüpft der Hund mit der Zeit "alles was ich finde, bringe ich der Menschin zurück!" So ist der Weg zum Verlorenbringen auch gleich geebnet:-)










Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen